Kennt ihr diese Dinge, die man irgendwo hört, die einem dann nicht mehr aus dem Kopf gehen? Bei mir war es das Wort „Dill Pickle Kraut“. Ich hatte es irgendwo gehört, und es ließ mich nicht wieder los.
Die Vorstellung, zwei meiner Lieblingsessen zusammen in ein Glas zu packen war wirklich großartig. Also Sauerkraut und saure Gurken! Na, das wollte aber schnell ausprobiert werden!

Ich bin also los und habe Weißkohl gekauft und hatte noch ein paar einzelne übrig gebliebene Einleger Gurken von meinem VHS Kurs, den ich vor einer Woche gegeben hatte. Im Prinzip ist das Dill Pickle Kraut nicht viel anders als alle anderen Sauerkraut Rezepte: der Kohl wird geknetet, es kommt Salz dazu und es muss sich eine Flüssigkeit bilden, die bei dem Kraut stehen bleiben kann.
In diesem Fall geben wir aber noch Gurken hinzu und für den richtigen Dill Pickle Geschmack natürlich auch noch Dill! Alleine der Geruch, der durch die Küche wabert, lässt einem schon das Wasser im Mund zusammen laufen…

Natürlich muss man leider auch sehr lange warten, aber diese Geduld zahlt sich aus! Und schaut euch einmal die Fotos an – sieht es nicht auch super fotogen aus mit dem Gurkenscheiben?

Sauerkraut benötigt eigentlich gar nicht viel Vorbereitung, außer dass man wahnsinnig viel schnippeln muss… Ich habe es mir dieses Mal leicht gemacht, und das schneiden meinem Food Prozessor überlassen, dann ging alles ganz fix. Ich habe aber auch schon händisch mit einer Mandoline, das Kraut geschnitten, oder auch schon mit dem Messer, wenn man nicht ganz so viel an Menge schaffen muss.
Habt ihr schon mal Sauerkraut selber gemacht? Ich habe für Anfänger auch ein ganz normales Sauerkraut Rezept hier auf dem Blog, das verlinke ich euch hier! Nun wünsche ich euch viel Spaß in der Küche schaut euch einmal das Rezept an!

Und wer nichts verpassen will, folgt mir gerne auch mal auf Instagram! Da zeige ich euch auch Immer ein paar Einblicke und behind the scenes!

Dill Pickle Kraut
Zutaten
- 2,5 kg Weißkohl geputzt und geschnitten gewogen
- 460 g Einlege- oder Salatgurken
- 40 g Knoblauch geputzt gewogen
- 5 EL Dill frisch, gehackt
- 60 g Salz
Anleitungen
- Gurken fein hobeln. Die äußeren Blätter des Weißkohls abnehmen, dabei einige saubere und intakte aufbewahren, um sie später zum Herunterdrücken des Fermentierguts zu verwenden.
- Nun Salz, Dill, Kohl und Gurken in eine große Schüssel geben, alles gut vermengen und dann so lange kneten, bis genügend Flüssigkeit ausgetreten ist.
- Alles fest in Gläser schichten, dabei jede Schicht einzeln fest drücken, so dass sich keine großen Luftkammern dazwischen bilden können. Die Flüssigkeit auffüllen, sie sollte auf jeden Fall über das Fermentiergut hinausragen!
- Eines der Blätter zurecht zupfen, so dass es genau in die Öffnung des Glases passt. Und alles wieder unter die Flüssigkeit drücken. Das Ganze mit etwas beschweren. Das können, wie bei mir solche Metallfedern sein, aber auch ein Fermentiergewicht aus Glas oder Ton, oder ein passend großer Teller oder Weck Glasdeckel, genauso aber auch eine Gefrier Tüte mit Wasser gefüllt.
- Das Glas verschließen, nicht zu fest, damit die Luft beim Fermentieren noch austreten kann! Jetzt wird das Glas bei Zimmertemperatur für circa 3-7 Tage aufbewahrt. In diesen Tagen genau beobachten, wie weit der Fermentieprozess ist. Es wird erst Flüssigkeit austreten (es bildet sich ein Schaum am Glas und es wird garantiert auch Flüssigkeit auslaufen, daher das Glas unbedingt in eine Schüssel oder einen tiefen Teller stellen!), Sobald sich kein weiterer Schaum mehr bildet, und keine Tätigkeit mehr zu erkennen ist, wird das Glas an einen etwas kühleren Ort gebracht. Bei mir ist das der Keller.
- Dort darf das Sauerkraut nun noch 4-6 Wochen weiter fermentieren. Ehrlich gesagt, lasse ich mein Sauerkraut weitaus länger „arbeiten“. Ich habe es schon bis zu einem Jahr im Keller stehen gelassen.
- Bisher ist mir noch nichts geschimmelt, man muss allerdings genau darauf achten, dass man sauber arbeitet. Wer nach einer gewissen Zeit feststellt, dass er das Sauerkraut nicht rechtzeitig essen wird, kann es auch in Weggläsern einkochen. Dafür mit genügend Abstand zum Glasrand in die Gläser packen, die Gläser mit Glasdeckeln Gummiringen und Klemmen verschließen, und bei 100° für 120 Minuten einkochen. Ja, ihr habt recht: hier werden natürlich die guten Vitamine und Bakterien, die sich beim Fermentieren bilden, abgetötet, andererseits ist das bei einer Dose Sauerkraut genauso! Hier geht es lediglich darum, etwas zu retten, was eventuell sonst schlecht werden würde…
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